So langsam wird es Beinlich…

Mrz 9th, 2010

Auf der Kogge wird gemeutert und endlich hat der Aufsichtsrat des FC-Hansa Rostock seine entsprechenden Konsequenzen daraus gezogen und Herrn Dirk Grabow den Vorstandsvorsitz und somit das Vertrauen beim Zweitligisten entzogen. Nachdem man sportlich alle Karten ausgespielt hatte (Finck für Zachhuber als neuen Trainer), ist man nun bestrebt auch in der Vereinsführung klar Schiff zu machen und entscheidende Positionen neu zu besetzen. Aus meiner Sicht war es bereits lange an der Zeit, dass Herr Grabow sich verabschiedet, da es ihm nicht gelungen ist, den Verein gesamtheitlich zu führen. Er mag in seiner jetztigen Position als Schatzmeister deutlich besser aufgehoben sein und kann somit seine Stärken als BWLer ausspielen.

Der Verein braucht nun endlich einmal eine klare Linie, an der auch festgehalten wird. So muss man sich nunmal entscheiden, ob man Ausbildungsverein ist für die großen Klubs oder ob man in ferner Zukunft versucht einen Bundesligakader zusammenzukaufen, um an alte sportliche Erfolge anknüpfen zu können. Beides zu sein bzw. umzusetzen geht aus meiner Sicht nicht oder anders gesagt wäre utopisch. Entweder ich ziehe mir Talente heran in der zweiten Liga und verkaufe sie entsprechend an größere Klubs und steige vielleicht bei einem sehr guten Jahrgang wieder mal “ausversehen” auf oder hole mir ein paar ordentlich Fußballsöldner, um im Oberhaus zu bleiben und versuche mich über den Erfolg (vielleicht einmal zweite Runde im DFB-Pokal) zu finanzieren….

Aber wie das Ganze erreichen? Was sich bereits länger abzeichnet, wird nun scheinbar Wirklichkeit und der Name Beinlich steht stärker denn je im Raum beim FC-Hansa. Bild.de zufolge will er jedoch nicht Vorstand werden:

…Vorstands-Chef will Beinlich jedoch nicht werden. „Paule“: „Das kommt nicht in Frage. Ich habe meine Stärken im sportlichen Bereich. Den Vorsitz sollte jemand übernehmen, der Kontakte in die Wirtschaft hat.“…

Somit würde die Stelle des René Rydlewicz zur Disposition stehen, dem vorerst (bis zum Saisonende) noch das Vertrauen ausgesprochen wurde. Ob er sich danach nicht doch in einer anderen Position im Verein wiederfindet, sei mal dahingestellt. Sollte Herr Jörg Hempel Vorstandsvorsitzender bleiben, wäre ja etwas beim Marketing frei, was für Herrn Rydlewicz sicherlich auch eine interessante Position wäre, nachdem er schon den griffigen Claim “Siegen oder Fliegen” populär gemacht hatte. Oder wie wäre es als Co-Trainer in der neuen Saison bei der ersten Mannschaft des FCH? Hat Stefan Beinlich eigentlich einen Trainerschein? Vieles ist denkbar…

Wichtiger ist jetzt vor allem EINES: Im Verein muss wieder an einem Strang gezogen werden und das von oben bis unten und nicht nur bei den Fans und Spielern, die beiden Parteien haben genug gelitten. Alles für den FCH.

Autor: Max





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