Die Stationen von Bruno Labbadia

Nov 9th, 2008

Wenn ein Top-Club feinen Fußball spielt und zudem noch erfolgreich unter den Top 3 der Bundesliga Tabelle steht, dann ist der Job des Trainers recht easy. Fragen von Reportern werden zumeist geduldig, ausführlich und gut gelaunt beantwortet. Bei Bruno Labbadia läufts momentan sehr gut. Sein erstes Jahr als Trainer bei Bayer Leverkusen beginnt furios mit attraktivem Fußball gespielt von jungen motivierten Spielern – und das erfolgreich. Da lohnt ein Blick auf seine noch junge Trainerkarriere…

Nachdem Labbadia 2003 seine Spielerlaufbahn beim KSC beendete ging es nahtlos über ins Trainergeschäft. In der Hessenliga coachte er seinen Heimatverein SV Darmstadt 98 gleich im ersten Jahr in die Regionalliga Süd, wo er zwei Jahre jeweils den 5. Platz erreichen konnte. In die zweite Bundesliga gelang er durch den Wechsel im Jahre 2007 zu Greuther Fürth. Mit einem kleinen Kader und großem Verletzungspech schaffte Labbadia durch den sechsten Platz in der Saison 2007/2008 eine Sensation und bewies seine Klasse für höhere Aufgaben.

Der Präsident in Fürth verwies nach Anfrage von Bayer Leverkusen, die gerade Skibbe vor die Tür gesetzt hatten, auf den noch laufenden Vertrag und wehrte sich gegen einen Weggang des Erfolgstrainers, die Argumente von Völler und Co. waren aber wohl zu lukrativ, als dass er Labbadia hätte halten können.

So hat er es nach gerade mal vier Jahren Trainererfahrung zu einem Top-Club in die erste Fußball Bundesliga geschafft, wo sein Club derzeit auf Rang zwei der Tabelle steht, vor Bayern, Bremen und Schalke.

Der Erfolg gibt ihm und seinem Konzept recht. Schnelles Kurzpassspiel, eine junge und dennoch sichere Abwehr sowie torhungrige Stürmertalente wie Helmes und Kießling sind derzeit Erfolgsgaranten in der noch jungen Saison. Das gestrige 3:3 gegen Labbadias alten Verein Kalsruher SC hat aber auch gezeigt, dass Erfolg schnell verspielt werden kann. Trotz einer klaren 3 zu 0 Führung konnte die Werkself nicht die sicher geglaubten 3 Auswärtspunkte mit nach Leverkusen nehmen.

Zurzeit liegt die wohl schwerste Aufgabe des Trainers darin, seinen Spielern zu vermitteln, dass erarbeiteter Erfolg sehr schnell in gefühlte und tatsächliche Niederlagen(-serien) münden kann. Hier wird sich zeigen, wie der junge Trainer Bruno Labadia mit Misserfolg im Spitzenfußball umgeht und ob er die Mannschaft zusammenhalten kann.

Die Trainerstationen von Bruno Labbadia:

Liga Saison Verein Platz
Hessenliga 2003/2004 SV Darmstadt 98 1
Regionalliga Süd 2004/2005 SV Darmstadt 98 5
Regionalliga Süd 2005/2006 SV Darmstadt 98 5
2. Liga 2007/2008 SpVgg Greuther Fürth 6
Bundesliga 2008/2009 Bayer Leverkusen ?

Als Spieler hatte Labbadia übrigens bei seinen 8 Vereinen als Profi insgesamt 24 unterschiedliche Trainer, darunter unter anderen den Kaiser-Franz höchstpersönlich. Labbadia selbst sagt, dass ihm diese reichhaltige Auswahl an Trainertypen und Trainingsmethoden aus seiner langjährigen Trainerlaufbahn bei seiner heutigen Arbeit enorm hilft.

Hier die Stationen für Labbadia als Spieler:

Liga Saison Verein
2. Liga 1984/1985 SV Darmstadt 98
2. Liga 1985/1986 SV Darmstadt 98
2. Liga 1986/1987 SV Darmstadt 98
Bundesliga 1987/1988 Hamburger SV
Bundesliga 1988/1989 Hamburger SV
Bundesliga 1988/1989 1. FC K’lautern
Bundesliga 1989/1990 1. FC K’lautern
Bundesliga 1990/1991 1. FC K’lautern
Bundesliga 1991/1992 FC Bayern München
Bundesliga 1992/1993 FC Bayern München
Bundesliga 1993/1994 FC Bayern München
Bundesliga 1994/1995 1. FC Köln
Bundesliga 1995/1996 1. FC Köln
Bundesliga 1995/1996 SV Werder Bremen
Bundesliga 1996/1997 SV Werder Bremen
Bundesliga 1997/1998 SV Werder Bremen
2. Liga 1998/1999 Arminia Bielefeld
Bundesliga 1999/2000 Arminia Bielefeld
2. Liga 2000/2001 Arminia Bielefeld
2. Liga 2001/2002 Karlsruher SC
2. Liga 2002/2003 Karlsruher SC

Nach seinem Trainerwechsel zu Bayer Leverkusen ergab eine Umfrage bei Spielgel Online folgende Ergebnisse:

Bisher geben die Ergebnisse von Bayer Leverkusen den knapp 50% der Umfrageteilnehmer recht, was am Ende aber zählt ist das Saisonergebnis, da dürfen wir gespannt sein.

Autor: Co-Trainer Basti





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  1. [...] langsam wieder genesene Schneider und das Stürmer-Duo Kießling und Helmes unter der ruhigen Hand Trainer Labbadia’s [...]

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