5,4 Mio. Euro für frühzeitiges Karriereende

Der ehemalige Nachwuchsspieler Ben Collett von Manchester United bekam von einem Londoner Gericht 5,4 Mio. Euro Schadenersatz zugesprochen. Das ist die höchste Summe die ein Sportler oder eine Sportlerin an Schadenersatz bekam.

Ein brutales Foul im Jahre 2003 in einem Spiel der United-Reserve gegen Middlesbrough führte zu einem doppelten Beinbruch und beendete seine Karriere frühzeitig mit 18 Jahren.

United-Trainer Sir Alex Ferguson bescheinigte dem Ausnahmetalent außergewöhnliche Fähigkeiten und den Willen hart zu arbeiten – Grundvoraussetzung für eine Profi-Karriere. So sah es dann wohl auch die Richterin, die ihm knappe 4,9 Mio. Euro für entgehende zukünftige Gehälter zusprach. Die restliche Summe setzt sich zusammen aus entgangenen Gehältern und Schadenersatz.

Collett wurde außerdem zum “Verhängnis”, dass er was im Kopf hat. Die Richterin sprach von knappen 20 Mio. Euro Gehalt, bezogen auf Colletts Talent, falls er bis zu seinem 35. Lebensjahr hätte spielen können. Nun studiert er Englisch in Leeds.

Englische Sportexperten zeigen sich überrascht über die Höhe der Summe, da ja nicht jeder, der die Talentschmieden der Profivereine durchläuft, zwangsläufig in der Premier-League zu finden ist, bzw. sich langfristig durchsetzen kann.

Mir tut es Leid für den Jungen um eine eventuell verpasste große Karriere, aber rechtfertigt ein eventuell 5,4 Mio. Euro? Für alle M’brough Fans: Keine Angst, die Summe zahlte ne Versicherung.

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Aug 12th, 2008


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